Bald geht es wieder los!

Im Februar 2017 starten wir eine neue Weltreise und einen neuen Blog

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Mit dem Nachtzug Richtung Sonne

Neulich im Nachtzug von Hanoi nach Danang...
Neulich im Nachtzug von Hanoi nach Danang...

Da unsere 15 stündige Reise mit dem Nachtzug von Hanoi nach Danang erst um 19.00h beginnt, haben wir noch fast einen ganzen Tag in Hanoi um uns gebührend zu verabschieden. Den Vormittag verbringen wir mit Ausschlafen, Morgenessen, Kofferpacken und per 12.00h auschecken.

 

Wir lassen unsere Koffer im Hotel und bestellen den Transfer zum Bahnhof auf 18.00h. Die Zugtickets hatten wir bereits vor 2 Tagen über das Hotel organisiert.

 

Zum Abschluss machen wir noch einen auf Kultur und schauen uns den Literaturtempel in Hanoi an. Dort werden wir von der offiziellen Ticketverkäuferin in eine uns bisher noch unbekannte Trickbetrügerei eingeführt:

das Wechselgeld hat uns die Verkäuferin in kleinen unterschiedlichen Scheinen ausgehändigt, welche sie absichtlich gemischt hatte was das Nachrechnen der ausgehändigten Summe deutlich erschwerte. Diesen durchmischten "Haufen" von Scheinen gab sie dem Kunden nicht in die Hand, sondern legte diesen in ihrem Tickethäuschen auf den von Aussen etwas unübersichtlichen Schaltertisch. Der Trick dabei ist, dass sie jeweils einen Schein (bei uns 10'000 Dong) zu wenig auf den Schalter legt. Nach dem sich der Kunde das bunt gemischte Geldbündel aus dem Schalterhäuschen gefischt hat und gegebenenfalls versucht nachzurechnen, legt die Ticketverkäuferin den fehlenden Schein noch auf den Schaltertisch. Sollte der Kunde nun den Fehlbetrag bemerken, zeigt die Verkäuferin auf den noch auf dem Schaltertisch liegenden Geldschein. Falls nicht, gehört er ihr.

 

Wir konnten mit gewissem Vergnügen diesen Vorgang bei mehreren Besuchern beobachten. Ein durchaus kreatives Völkchen die Vietnamesen ;-))

Einziges Gegenmittel: möge die Warteschlange noch so lang und das Nachzählen der fremden Papierschnitzel noch so umständlich oder peinlich sein, das Wechselgeld muss vor den Augen der Beteiligten sortiert und gezählt werden.

 

Nach dem Literaturtempel gehen wir ins gerade gegenüberliegende Restaurant KOTO. Dieses Restaurant ist mittlerweile eine über die Landesgrenzen von Vietnam tätige Institution die sozial benachteiligten Jugendlichen die Chance gibt eine Ausbildung in der Gastronomie zu machen. Und ihnen auch dabei behilflich ist ihr noch junges Leben in geordnete Bahnen zu lenken. Das Essen war hervorragend, die Angestellten sehr bemüht und freundlich. Und Siena durfte hinter der Theke helfen beim Ausschank, Abwasch und Auffüllen des Kühlschranks.

 

Als der Taxifahrer auf der Rückfahrt in die Altstadt eine an Stadtrundfahrt grenzende Route wählte, gaben wir ihm mit Nachdruck zu verstehen, dass uns das nicht gefällt. Darauf hin telefonierte er einige Minuten lauthals und gab uns dann sein Handy an dem uns die Taxizentrale zu verstehen gab, dass zu dieser Zeit gewisse Strassen gesperrt wären und daraus diese umständliche Route resultiere. Wir nehmen das mit einem Schmunzeln zur Kenntniss und werden wohl nie wissen ob das wirklich der Fall war. Ist auch absolut egal. Spannend ist aber, dass wir uns in keinster Weise schuldig fühlen dem Taxifahrer allenfalls Unrecht getan zu haben.

 

Um 18.50h besteigen wir bei Nieselregen auf dem Hauptbahnhof von Hanoi  den Nachtzug nach Danang. Wir haben 3 Betten in einem 4er-Abteil in einem Wagon von "Livitrans" gebucht (Kosten stattliche 3 x 65$). Die speziellen Wagons von Livitrans haben einen etwas besseren Standard als die Wagons der staatlichen Eisenbahnen. Vor allem aber sollen sie bedeutend weniger Mäuse und Kakerlaken transportieren als die staatlichen...

 

Wir teilen das Abteil mit einem freundlichen jungen Traveler aus Holland. Nach dem Verzehr unseres mitgbrachten Nachtessens, gelingt es uns nur mit Mühe die ganz freudig aufgeregte Siena schlafen zu legen. Kurz darauf lassen auch wir uns mit etwas unterschiedlichem Erfolg vom Zug in den Schlaf respektive durch die Nacht rütteln...

 

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